Anti-Jagd-Training,
Abgewöhnen von Unarten aller Art
Elke Hufnagl -
Karrenberg
ist seit 1983 Jagdscheininhaberin und hat über 30 Jahre
Berufserfahrung als Trainerin
Übungsgelände innerhalb der Verbandsgemeinde Rennerod
/Westerwald. Mobil bis 50 km Umkreis von Rennerod
Im individuellen
Einzelunterricht zeige Ihnen,
wie Sie Ihren Hund stoppen können,
und welche Möglichkeiten es gibt,
den Vierbeiner zu beschäftigen, ohne
dass sein "Stöber- und Spürtrieb"
(und Hetzen) in Verbindung mit dem
Erfolg bei der Nahrungssuche
gefördert wird. "Anti-Jagd-Training"
beinhaltet auch: Verhinderung der
Spurensuche und Förderung des
allgemeinen Gehorsams, sowie
Abgewöhnen verschiedener Unarten.
Von wildernden
Hunden, gefährlichen Hunden, Gesetzen und falschen
Ausbildungsmethoden, die das Fehlverhalten noch
verstärken.
Viele
Ausbilder bieten Jagdhundeausbildung,
bzw. auch Anti-Jagd-Training an, ohne
jemals etwas mit der Jagd zu tun gehabt
zu haben. Nichtjägern fehlt aber die Praxis.
Jagdscheininhaber haben vieles über
Natur, Windverhältnisse, Wild und auch
die Hundearbeit lernen müssen. Aus der
Theorie alleine kann Wissen schwer
erlangt werden. Seminare über
Hundeausbildung, die häufig vor großen
Publikum stattfinden, helfen im jagdlichen Bereich selten weiter. Achten
Sie darauf, welche Art der Ausbildung
wiederum der "Ausbilder" genossen hat.
Seit 1983 bin ich Jagdscheininhaberin
und biete die Ausbildung des Jagdgebrauchshundes sowie
Anti-Jagd-Training an. Gerade das Anti-Jagd-Training wird in den
letzten Jahren von Hundebesitzern
verstärkt in Anspruch genommen. Bei
Überprüfung der Hunde stellte sich
heraus, dass bei triebstarken Hunden
zusätzlich die falsche
Ausbildungsmethode angewandt wurde. Bei
mir wird jeder
Hund individuell seinen Anlagen entsprechend erzogen und ausgebildet.
Siehe auch: > Jagdhunde-Ausbildung
Ich biete Anti-Jagd-Training im Einzel- und auch
Gruppenunterricht
23. und 24. Juni 2012 2
Tage. Seminar „Anti-Jagd-Training“. Ihr Hund
läuft fort, gehorcht nicht, kommt nicht auf
Ruf verfolgt Spuren, hetzt Wild, Katzen,
Jogger, Radfahrer usw.? Intensivkurs inc.
Grundgehorsam auf Entfernung und unter
Ablenkung.Aufwendiger,
arbeitsintensiver Kurs! 8 Stunden. Sa. und
So. jeweils 4 Stunden (Vormittag und
Nachmittag).
8 Stunden: 200 €. Die Buchung ist nur als
"Gesamtpaket" möglich.
25. und 26. August 2012 2
Tage. Seminar „Anti-Jagd-Training“. Ihr Hund
läuft fort, gehorcht nicht, kommt nicht auf
Ruf verfolgt Spuren, hetzt Wild, Katzen,
Jogger, Radfahrer usw.? Intensivkurs inc.
Grundgehorsam auf Entfernung und unter
Ablenkung.Aufwendiger, arbeitsintensiver Kurs! 8 Stunden. Sa. und
So. jeweils 4 Stunden (Vormittag und
Nachmittag).
8 Stunden: 200 €. Die Buchung ist nur als
"Gesamtpaket" möglich.
20. und 21. Oktober 20122
Tage. Seminar „Anti-Jagd-Training“. Ihr Hund
läuft fort, gehorcht nicht, kommt nicht auf
Ruf verfolgt Spuren, hetzt Wild, Katzen,
Jogger, Radfahrer usw.? Intensivkurs inc.
Grundgehorsam auf Entfernung und unter
Ablenkung.Aufwendiger,
arbeitsintensiver Kurs! 8 Stunden. Sa. und
So. jeweils 4 Stunden (Vormittag und
Nachmittag).
8 Stunden: 200 €. Die Buchung ist nur als
"Gesamtpaket" möglich.
Einzelunterricht jederzeit nach Absprache
Anti-Jagd bedeutet, das Verfolgen von Spuren, Jagen
oder Hetzen von Wild zu verhindern, bzw. zu
unterbinden. Der Hund muss
gestoppt werden, bevor er eine Spur verfolgt
oder Wild hetzt!
Es gibt eine Menge von Hunden die
gelegentlich, manche auch regelmäßig von zu Hause,
oder beim Spaziergang ausreißen. Das ist in der Regel
rasseunabhängig. Hunde die Wild hetzen, gehören nicht
zwangsläufig den Jagdhunderassen an. Nicht jeder
umherlaufende Hund reißt Wild... mache laufen um des
Laufens willen, haben Langeweile, kommen ihrem
Bewegungs- und Betätigungstrieb nach, suchen nach
Spielkameraden, läufigen Hündinnen oder Futter. Auf
dem Wege können sie allerdings Unfälle verursachen,
selber zu Tode kommen oder Menschen schwer verletzen.
Häufig haben aber auch die Herrchen
und Frauchen die Hunde erst auf den Geschmack
gebracht. Sie legen Spuren, oder werfen Leckerlies in
Wiesen. Klar, dass die Nasenleistung des Hundes
gefördert wird und "Spurensuche" nicht nur erlaubt,
sondern erwünscht ist. Irgendwann verselbständigt sich
bei manchen Hunden die "Suche".
Ist ihr Hund nicht zu stoppen und
kommt nicht auf Ruf, liegt es an mangelndem Gehorsam.
Bei unerzogenen Hunden ist das natürlich gleich
einsehbar. In letzter Zeit aber lernte ich Hunde
kennen, bei denen auf den ersten Blick kein Ungehorsam
sichtbar war. Hunde, die bereits Prüfungen absolviert
hatten und bei Apportierarbeiten (Jagd- oder
Dummyprüfungen) im In- und Ausland glänzten. Auch hier
konnte ich die Ursache des Fortlaufens und / oder Wild
hetzen erkennen.
Im Unterricht zeige ich Ihnen auf, wie Sie Ihren Hund
stoppen können, und welche
Möglichkeiten es gibt, den
Vierbeiner zu beschäftigen, ohne
dass sein "Stöber- und Spürtrieb"
(und Hetzen) in Verbindung mit dem
Erfolg bei der Nahrungssuche
gefördert wird.
Muss DAS sein ? Muss es wirklich SO weit kommen?
X
Achtung: Per Mail oder Telefon kann
ich Ihnen keine Tipps zur Erziehung Ihres Hundes geben. Ich muss den
Hund, sein Verhalten und auch Sie kennen lernen. "Ferndiagnosen"
funktionieren nicht!
Zu
Beginn des Unterrichts überprüfe ich
den derzeitigen Ausbildungsstand
Ihres Hundes, die Bindung (wichtig !
) zwischen Hund und Führer/In, den
Spieltrieb des Hundes, seine
Unterordnungsbereitschaft sowie sein
Aggressionspotential. Aggressionen
gehören zum Beutefangverhalten,
(ohne Aggression kein geschlagenes
Wild). Vor Kurzem lernte ich eine
reizende süße Golden Hündin kennen, die ein
Reh getötet hatte....
Auch der allgemeine Gehorsam
spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Ein Hund, der im Nahbereich,
sprich: neben Herrchen/Frauchen
nicht gehorcht (Leine gehen, Sitz,
Platz) wird auf Entfernung erst
recht nicht gehorchen. Er wird weder
hinter Wild (oder Nachbars Katze,
Fahrrädern usw.) zu stoppen sein, noch
vor einer stark befahrenen Straße
halt machen.
Ich
erstelle einen individuellen Ausbildungsplan
für Sie und Ihren Vierbeiner!
Jeder
Hund ist anders und reagiert auch
anders. Das für den einzelnen Hund
passende Training kann nur nach der
Überprüfung erarbeitet werden.
Manche Hunde sind extrem triebstark,
andere hetzen aus Langeweile ( die
Spaziergänge sind evtl. langweilig
), wollen ihren Bewegungs- und
Betätigungstrieb ausleben, haben
keinen ausreichenden Gehorsam oder eine mangelnde Bindung zum
Führer/In...Manchmal fließt auch
"nur" der
Spieltrieb ein... Gründe gibt
es viele.
Allgemeine Infos: Alle
Haushunde tragen - mehr oder weniger
- noch das Erbgut
ihrer Vorfahren in sich. Damit sind
sie gleichzusetzen mit den noch in
Freiheit lebenden Wildhunden wie z.B. Dingos, verwilderten Hunden, oder gar
Wölfe. Für die Jagd gezüchtete Hunde
( Rassen der Jagdhunde) tragen die
erblichen Anlagen der Jagdtriebe
verstärkt in sich. Die Jagdtriebe sind für Hunde wichtig. Sie
dienen der Beschaffung von Futter,
und somit wiederum der
Selbsterhaltung und der
Arterhaltung. Die jagdlichen Triebe:
Stöbertrieb und Spürtrieb sind
wichtig, um die Nahrung (Wild)
ausfindig zu machen, dann folgen Hetzen, Beute schlagen und fressen! Manche Haushunde tragen
diese Triebe etwas verkümmert,
andere wiederum sehr stark in sich.
Vom Toypudel, der Wild reißt, habe
ich noch nie gehört - vom wildernden
Schäferhund wohl schon. Insbesondere Hunde,
die zuvor "verwildert" in den südlichen
Ländern lebten, waren häufig darauf
angewiesen, das eine oder andere Beutetier zu
erlegen. Obwohl sie mittlerweile in deutschen
Familien leben und dort bestens mit Futter
versorgt werden, versuchen sie noch immer ihre
Jagdtriebe auszuleben und Beute zu machen.
Beim Apportieren, vermeiden Sie bitte ein so
genanntes Futterdummy. Dabei lernt der Hund:
Beute machen toll - das ist fressbar! Aber
auch Rehe, Hasen, Fasane, Mäuse & Co sind dann
ebenfalls fressbar - auch wenn sie nur
verendet am Wegesrand liegen! Apportieren
bedeutet nicht, der Hund bringt ein
Futterdummy, damit er endlich seinen Hunger
stillen kann! Das wiederum hat nichts mit
"Gehorsam" zu tun. Zudem soll ein Hund richtig
gefüttert werden - und nicht wenn ER Beute
macht.
Zu einem großen
Teil stimme ich der Aussage des Kollegen
Enrico Lombardi zu. Ich
persönlich kenne sehr viele Hunde, die
einen übersteigerten Beutetrieb haben
und ein Fehlverhalten an den Tag legen.
Aber es gibt auch reine "Lämmer".... Sinnvoller als das "Bällchenwerfen" ist das
gezielte Apportieren. Dabei werden Gehorsam und Zusammenarbeit zwischen Hund
und Führer gefördert - und Spass macht es allemal! Siehe auch
"Apportieren"
Bitte bedenken Sie:
Mit den Taten: Wild-Spuren ausdauernd verfolgen,
Wild hetzen oder gar "schlagen" ist
der Tatsachbestand des
WILDERNS erfüllt! erfüllt!
§ 2.3.1 Hunde in Jagdrevieren: In den
meisten Jagdgesetzen der Bundesländer ist
geregelt, dass Hunde in Jagdrevieren nicht
frei herumlaufen dürfen. Der Halter kann
mit einem Bußgeld belegt werden.
Weiterhin: In & 2.4.2 Befugnisse der
Jagdschutzberechtigten heißt es unter
Anderem:: Hinsichtlich Jagdhunden ist ein
Tötungsrecht (Abschussrecht) des
Jagdschutzberechtigten nicht schon
deshalb zu verneinen, wenn ein Hund
seiner Rasse nach als Jagdhund anzusehen
ist; für die Jagdhundeeigenschaft ist
regelrecht nicht die Rasse, sondern die
Verwendung als Jagdhund entscheidend.
Unter & 2.4.3 Entscheidungen zum
Jagdschutz finden wir unter Anderem: a)
Es ist
sachgerecht, die Tötung eines Hundes schon
dann zuzulassen, wenn er außerhalb der
Einwirkung seines Herrn im Jagdbezirk
angetroffen wird.
Ja, das ist der Hammer! Aber
bitte vergessen Sie nicht: Auch das
Wild hat eine Lebensberechtigung! Im
Revier der Wildtiere sind wir die
Eindringlinge. Wild hat das Recht
auf Unversehrtheit. Von der Angst, die die
Wildtiere durchmachen (wenn ein Hund
hinter ihnen her läuft) mal abgesehen,
viele Rehe bleiben in Zäunen hängen und
verenden jämmerlich! Nicht nur der Hund
trägt dann die Schuld daran, sondern auch
Herrchen/Frauchen, die nicht in der Lage
sind, ihre Hunde davon abzuhalten Wild zu
verfolgen!
Oft werden
bei der Ausbildung eines Hundes die - für IHN
- falschen Ausbildungsmethoden angewandt.
Einige
Tierheimmitarbeiter/innen
oder Trainer/innen wissen
anscheinend nicht um das
Jagdverhalten (und jagdl.
Triebe) von Hunden;
geben die falschen Tipps und
verstärken dadurch das
Fehlverhalten.
Futterschleppe, Wurfangel
(Reizangel),
Leckerlis und
Ablenkungsspiele dienen bei
vielen
Hunden
NICHT
dem Abgewöhnen des
Fehlverhaltens - sondern
fördern es noch !!!
Bitte bedenken
Sie, dass die
Futterschleppe
(Fährte mit Fressbarem gelegt, oder
Futterbrocken auf der Fährte) dazu
dient, dem Hund Fährtenarbeit (Spuren
suchen) schmackhaft zu machen. Hierbei treiben Sie den Hund erst recht in die
Fährten- oder Schlepparbeit rein. Er lernt noch besser
seine Nase einzusetzen und erreicht sein
Triebziel: "Nahrung". Zusätzlich wird er
durch den Führer noch für sein
naturgegebenes Verhalten - "Spuren
verfolgen" - dass für uns ja
ein Fehlverhalten
ist, belohnt. Die
Fährtenarbeit (mit Futterbelohnung am Ende
der Fährte, oder Leckerlis auf der Fährte) gehört in einen ganz
anderen Arbeitsbereich des Hundes und
fördert das
Aufnehmen der Fährte, sowie Findewillen
und Arbeitsfreude. Mit einem "Anti-Jagd-Training"
hat das gar nichts
zu tun!
Die
"Wurfangel"
(Reizangel)
wird vom Jagdausübenden eingesetzt um den Beutetrieb
des Hundes zu
WECKEN und die Ausdauer zu stärken.
Bitte setzen Sie die Reizangel nur
zielgerichtet ein. Viele Hunde wurden schon mit der
Wurfangel fehl geprägt und neigen
nun verstärkt dazu, Vögel oder Hasen
zu hetzen. Schließlich haben sie das
mit Herrchen oder Frauchen als
"Spiel" gemacht und erhielten viel
Lob und (und Belohnung/Leckerlis) dafür... Und schon ist die
"Fehlverknüpfung" da. Hat also auch nichts mit "Anti-Jagd"
zu tun - sondern mit
Förderung des
Beutetriebs (Beutefangverhalten) und Ausdauer. Hunde
mit starken Hetz- und Beutetrieben
neigen sowieso schon dazu, alles zu
verfolgen und zu fangen!
.....UND-
Leckerchen in
Wiesen usw. werfen macht ebenfalls keinen
Sinn. Im Gegenteil - Ihr Hund lernt
Nahrung vom Boden zu fressen! Genau
DAS ist dann wieder Bestandteil
einer weiteren Unterrichtsstunde.
Wir wollen ja gar nicht, dass unsere
Hunde alles suchen und fressen! Das
bezieht sich auch auf die Arbeit mit einem
Futterdummy.
Futterdummy.
Haben SIE jemals gesehen, dass ein Hund
dem anderen ein Leckerli anbietet oder
gibt, damit er sich ins Rudel einfügt und
gehorcht? Der CHEF FRISST ZUERST! Das habe
ich sogar vor Kurzem bei der Fütterung von
Hirschen gesehen. Siehe
auch>
Aktuelles
Ablenkungsspiele:
Wie das Wort Ablenkung schon
sagt: Der Hund wird in dem Moment nur abgelenkt,
erlernt dadurch aber
nicht, dass sein Verhalten
unerwünscht ist.
Merke:
Der
Geruch des Wildes wird vom
triebstarken
Hund immer als wichtiger empfunden,
als der Geruch von Leckerlis, die er ja
immer bekommt. Obwohl die Hunde in ihren
Menschenfamilien das beste Futter
reichlich bekommen, leben sie ihre - im
Erbgut starkt verankerten -
Jagdtriebe aus. Also kann die zusätzliche
Gabe der Lerckerlis, oder Futter auf der
Spur (Fährte) nichts bringen! Egal
mit welchen Methoden (siehe oben) Sie
versuchen den Hund abzulenken. Hier hilft
kein gutes Zureden, sondern nur das Verbot
des höchsten Rudeltieres > des
Herrchens/Frauchens
Der Hund bringt durch
unkontrolliertes Umherlaufen nicht nur
Gefahren für Wild, Katzen, Artgenossen
Menschen oder den Straßenverkehr,
sondern auch er begibt sich in Gefahr:
Im Wald kann er in Wildfallen geraten,
sich mit seiner Halsung im Geäst
verfangen, von Wildschweinen
angegriffen werden, an tollwütige
Füchse geraten oder gar erschossen
werden! Um die Probleme im
Straßenverkehr wissen Sie sicherlich
selber Bescheid. Um Ihren vierbeinigen
Liebling zu schützen, müssen
leider Verbote her. Der Hund folgt nur
seinen Trieben und Instinkten, den
Verstand müssen Sie für ihn
einbringen. "Gefährlich" kommt von Gefahr !
Ein Hund muss nicht bissig sein, um Menschen oder Tiere in Gefahr
zu bringen. Ein ungehorsamer, frei
laufender Hund, oder ein
unbeaufsichtigt frei laufender Hund
kann Menschen in Schrecken
versetzen. Diese Personen können
umknicken, stürzen, sich verletzen
usw. .... Vom Hund ging also eine
Gefahr aus. Die Hunde können Unfälle
auf Straßen verursachen; jemand
landet
im Rollstuhl oder kommt zu Tode. Eigentümer von Hunden (oder die
Personen in deren Besitz sich der Hund befindet) sollten sich darüber im Klaren sein, dass sie
für alle Schäden aufkommen müssen.In der Regel weigert sich eine Versicherung für Schäden
aufzukommen die von Hunden verursacht werden deren (Eigentümer/Besitzer) die Aufsichtspflicht
verletzt haben. Ein Hund muss auch kein
Wild "reißen". Hetzt er - z.B. Rehwild, geraten Rehe in Panik
und können völlig kopflos in Stracheldrahtzäune,oder auf Straßen laufen. Hier ging eindeutig ebenfalls die
Gefahr vom Hund aus.
Zum Thema gefährliche Hunde sagt der
Gesetzgeber das Folgende:
Gefährliche Hunde
Als gefährliche Hunde gelten in
z.B. in
Rheinland-Pfalz folgende Rassen, die in § 1 Abs. 2 des
Landeshundegesetzes (LHundG) vom 22.12.2004,in Kraft seit
01.01.2005, abschließend
aufgeführt sind
Pit Bull Terrier Gewicht: 18-23 kg
Schulterhöhe: 43-48 cm
Haarkleid: glatt Farben: jede Farbe, ein- oder mehrfarbig,
gefleckt
Staffordshire Bullterrier
Gewicht: 11-17 kg
Schulterhöhe: 36-41 cm
Haarkleid: kurz, glatt Farben: rot, falb, weiß, schwarz,
blau oder gestromt, mit oder ohne Abzeichen
American Staffordshire Terrier Gewicht: 18-23 kg
Schulterhöhe: 43-48 cm
Haarkleid: glattFarben: jede Farbe, ein- oder mehrfarbig,
gefleckt
Hunde der Rassen American
Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Hunde des Typs
Pit Bull Terrier sowie Hunde, die von einer dieser Rassen oder
diesem Typ abstammen, sind gefährliche Hunde im Sinne des Abs.
1.
Darüber hinaus gelten
als gefährliche Hunde:
Hunde, die
sich als bissig erwiesen haben,
Hunde, die
durch Ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie
Wild oder Vieh hetzen
oder reißen,
Hunde, die
in aggressiver oder Gefahr drohender Weise Menschen
angesprungen haben, und
Hunde, die
eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft,
Angriffslust, Schärfe oder andere in ihrer Wirkung
vergleichbare Eigenschaft entwickelt haben.
Erlaubnis: Für die Haltung eines gefährlichen Hundes
ist eine Erlaubnis erforderlich.
Diese muss bei der zuständigen Behörde wie Gemeindeverwaltung,
Verbandsgemeindeverwaltung oder Stadtverwaltung beantragt
werden. Folgende Voraussetzungen müssen hierbei erfüllt sein:
ein berechtigtes Interesse an
der Haltung eines gefährlichen Hundes besteht,
die antragstellende Person
muss die zur Haltung eines gefährlichen Hundes erforderliche
Sachkunde besitzen und das 18. Lebensjahr vollendet haben,
es dürfen keine Tatsachen die
Annahme rechtfertigen, dass die antragstellende Person die zur
Haltung eines gefährlichen Hundes erforderliche
Zuverlässigkeit nicht besitzt, und
der Abschluss einer
Haftpflichtversicherung muss gemäß § 4 Abs. 2 nachgewiesen
werden
Hundesteuer:
Zur Anmeldung Ihres Hundes zur Hundesteuer wenden Sie sich bitte
an das jeweilige Steueramt der für Sie zuständigen kommunalen
Verwaltung.
Maulkorb- und Anleinpflicht:
Gefährliche Hunde sind nach dem o.g. Gesetz außerhalb des
befriedeten Besitztums sowie bei Mehrfamilienhäusern auf Zuwegen,
in Treppenhäusern und Fluren sowie in sonstigen, von der
Hausgemeinschaft gemeinsam genutzten Räumen anzuleinen und haben
einen das Beißen verhindernden Maulkorb zu tragen. Die örtliche
Ordnungsbehörde kann Ausnahmen vom Maulkorbzwang zulassen, wenn
im Einzelfall eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit nicht
zu befürchten ist.
Ordnungswidrigkeiten: Bei vorsätzlichen oder fahrlässigen Verstößen gegen das
o.g. Gesetz, kann ein Bußgeld bis zu einer Höhe von 10.000.-
Euro verhängt werden